Initiative "Demenz-Partner" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

"Demenz Partner"

Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Raum Feuchtwangen beteiligt sich an der Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V..

Aktuell gibt es rund 1,7 Mio. Menschen in Deutschland, die an Demenz leiden. Und die Zahl der Erkrankten nimmt weiter zu. Deshalb geht das Thema Demenz uns alle an.

 

Die Initiative „Demenz Partner“ sorgt für ein besseres Verständnis von Demenz.

Wir als Lokale Allianz für Menschen mit Demenz bieten im Rahmen der Initiative kostenlose 90minütige Schulungen an zum Krankheitsbild Demenz und dem Umgang mit an Demenz erkrankten Personen. Jeder, der eine solche Schulung besucht hat, ist am Ende der Veranstaltung ein „Demenz Partner“: er oder sie weiß Bescheid über die Einschränkungen, die mit diesem Krankheitsbild einhergehen, und kennt Wege, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen.

Wir bieten Schulungen zum „Demenz Partner“ an für interessierte Privatpersonen, aber auch für Berufsgruppen, die in ihrem Arbeitsalltag Menschen mit Demenz begegnen (etwa Mitarbeiter von Behörden, im Einzelhandel oder Gesundheitswesen).

Haben Sie Interesse an einer solchen Schulung? Wäre eine solche Schulung genau das Richtige für die Mitarbeiter in Ihrer Firma oder die Mitglieder Ihres Vereins? Dann wenden Sie sich für weitere Informationen einfach an Andrea Österlein, Projektverantwortliche der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz. Gerne organisieren wir auch für Sie eine solche Schulung.

 

 

Pressemitteilung des erten Kurses in Feuchtwangen

Wissen, was Demenz ist und wie ich Menschen mit Demenz begegne

Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Raum Feuchtwangen ist seit Kurzem Mitglied der Initiative "Demenz Partner".

Diese Initiative setzt sich dafür ein, Hemmschwellen und Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Demenz abzubauen. Die 90-minütigen Basiskurse richten sich an Freunde, Nachbarn, Kollegen und weitere Personen aus dem Umfeld von Demenzkranken. Jeder, der eine solche Schulung besucht hat, ist am Ende der Veranstaltung "Demenz Partner": er oder sie weiß Bescheid über die Einschränkungen, die mit dem Krankheitsbild einhergehen. Und ein "Demenz Partner" kennt Wege, Menschen mit Demenz und die Angehörigen zu unterstützen. Aber nicht nur Privatpersonen können "Demenz Partner" werden, sondern auch Unternehmen, Betriebe und Vereine.
Eszter Seifert war sofort begeistert, als sie von der Initiative "Demenz Partner" hörte: "Genau das richtige Angebot für meine Wandergruppe!", so Seifert. Seifert vertritt den Verein Vergissmeinnicht e.V. bei der Lokalen Allianz und ist selbst bereits eingehend geschult was das Thema Demenz anbelangt. Sie betreut ehrenamtlich zwei betagte Damen und weiß, wie Wissen rund um Demenzerkrankungen den alltäglichen Umgang miteinander erleichtern kann. Außerdem stellt sie fest, dass angesichts einer seit Jahren zunehmenden Anzahl von Erkrankten das Thema Demenzerkrankungen Jeden früher oder später im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft oder in der eigenen Familie betreffen kann. "Das Thema geht uns alle an!" so Seifert deshalb. Elke Klostermann, Leiterin der Tagespflege OASE im Feuchtwanger Ortsteil Glashofen, hält die Initiative ebenfalls für eine gute Sache. Klostermann rät Erkrankten und Angehörigen dazu, offen mit der Diagnose Demenz umzugehen. Umso mehr ist es dann hilfreich, wenn Betroffene auf ein sensibilisiertes Umfeld, Nachbarn und Freunde treffen.
Nachdem Eszter Seifert bei ihren Freunden Werbung für das Projekt gemacht hatte, fanden sich auf Einladung der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz knapp 20 Interessierte zum Basiskurs in der Tagespflege OASE in Feuchtwangen ein. Elke Klostermann und Andrea Österlein, Projektleiterin der Lokalen Allianz, erläuterten zunächst Grundlegendes rund um Demenzerkrankungen, bevor die Teilnehmer Tipps zum Umgang und zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz erhielten. Elke Klostermann machte das Gesagte dabei anhand vieler Beispiele für die Zuhörer "erlebbar". Die aufgeschlossenen und interessierten Gäste erhielten zudem Antworten auf ihre vielen Fragen. Und wie begegnet man denn nun einem Menschen mit Demenz? Die Antwort ist einfach: Mit Einfühlungsvermögen und Respekt - wie jedem anderen Menschen eben auch. Nur, dass manchmal etwas mehr Geduld gefragt ist. Und Verständnis. Denn Menschen mit Demenz nehmen ihre Umwelt anders wahr. Öfter war an diesem Abend in der OASE aber auch der Satz zu hören: "Das Herz wird nicht dement." Trotz des Verlusts vieler Fähigkeiten verlieren Demenzkranke nicht die Fähigkeit Emotionen zu erleben. "Demenz Partner" können deshalb ganz konkret dazu beitragen, das Leben von Erkrankten zumindest etwas leichter und schöner zu machen. Möglichkeiten gibt es viele: z.B. sich auf eine Tasse Kaffee zu treffen oder gemeinsam ein paar Schritte zu gehen. (Auch pflegende Angehörige freuen sich darüber.) Elke Klostermann formulierte dazu folgenden Tipp: "Wenn jemand gemeinsame Verabredungen vergisst, dann kündigen sie sich telefonisch an, gehen anschließend direkt bei der Person vorbei und holen diese zu einer gemeinsamen Unternehmung ab. Verbringen Sie eine gute Zeit miteinander, z.B. im Café. Auch ein Demenzkranker kann sich über eine schöne Unternehmung freuen."
Dass das Thema Demenzerkrankung von großem Interesse ist, zeigten die regen Nachfragen der Zuhörer. Andrea Österlein hofft, noch öfter durch eine solche Schulung zu einem besseren Verständnis von Demenz beitragen zu können. Interessierte - ob Privatpersonen oder Berufsgruppen, die in Ihrem Alltag Menschen mit Demenz begegnen - können sich unter Tel. 09852 67880 an Österlein wenden.